Marillenmarmelade selbst einkochen

Ob aufs Frühstücksbrot, in die Palatschinken oder zum Backen – selbstgemachte Marmelade schmeckt einfach besser als gekaufte und ist recht einfach zu kochen.

Wie ich bereits in einem anderen Blogbeitrag erwähnt habe, liebe ich Marillenmarmelade. Jetzt sind die Marillen endlich reif.

Lebensmittel einzukaufen zählt definitiv nicht zu meinen Lieblingsbeschäftigungen, aber es lässt sich leider nicht immer aufschieben – vor allem dann nicht, wenn im Kühlschrank gähnende Leere herrscht. Also machte ich mich kürzlich in der brütenden Sommerhitze auf den Weg zum Supermarkt. Die Sonne knallte auf das Autodach und als die Klimaanlage endlich ihre Wirkung zeigte, war ich auch schon wieder am Ziel angelangt. Drinnen war es angenehm kühl und ich schlenderte durch die Reihen bis ich schließlich bei der Obsttheke ankam. Es sah alles so herrlich frisch und saftig aus, die Erdbeeren, Weintrauben, Marillen….

Ich hatte inzwischen ziemlichen Durst und muss angefangen haben zu fantasieren, denn plötzlich fing ich an mitten im Supermarkt in Kindheitserinnerungen zu schwelgen. Ich erinnerte mich daran zurück, als wir damals Urlaub in Ungarn am Balaton gemacht hatten. Wir saßen am Strand, als meine Eltern plötzlich mit einem Korb voll frischer Pfirsiche ankamen. Ich nahm mir einen großen, rotbackigen Pfirsich heraus und biss genussvoll ins saftige Fleisch. Er war zuckersüß und der Saft rannte an meinen Händen herunter. Mhh.

Ich wurde prompt aus meinen Tagträumen herausgerissen, als eine Dame sich entschuldigend an mir vorbeischob. Weil ich mich nicht entscheiden konnte, nahm ich kurzerhand die Weintrauben, die Erdbeeren und die Marillen mit. Zu Hause angekommen räumte ich die Einkaufstasche aus und stellte ich aber fest, dass ich es wohl doch etwas übertrieben hatte. Es war eindeutig zu viel Obst. Typisch ich.

Spontan kam mir aber die Idee Marillenmarmelade zu kochen. Also fuhr ich zum Supermarkt zurück um Gelierzucker zu kaufen. Gesagt, getan und schon stand ich am Herd!

Zutaten für Marillenmarmelade:

  • 100 dag Marillen
  • 50 dag Gelierzucker 1:2

Zubereitung:

  • Marillen waschen und vom Kern befreien
  • würfelig schneiden
  • In einen Topf geben und den Gelierzucker darüber streuen
  • cirka 2 Stunden rasten lassen
  • aufkochen und 3-5 Minuten köcheln lassen
  • pürieren oder durch die flotte Lotte drehen
  • in ausgespülte Marmeladengläser füllen und auf den Kopf stellen


Es gibt natürlich auch noch zahlreiche andere Varianten, wie zum Beispiel mit Vanille verfeinern und über Nacht ziehen lassen, aber ich habe das einfachste Rezept gewählt und die Marmelade ist sehr lecker geworden. Außerdem verwende ich die Passiermühle – von mir auch gern „Flotte Lotte“ genannt, weil dann noch ein paar kleinere Stückchen von der Marille erhalten bleiben und ich das sehr gerne mag. d

Auf der Seite ich koche.at habe ich übrigens diese kleinen Etiketten zum Ausdrucken für Euch gefunden, falls Ihr mal keine zur Hand habt, so wie ich. Außerdem habe ich dort noch einen genialen Trick entdeckt, dank dem man die Etiketten auch ganz ohne Heißklebepistole auf das Glas kleben kann: Nämlich mit Milch! Ich habe es für Euch ausprobiert und es hält bombenfest.

Wie macht Ihr Eure Marillenmarmelade? Vielleicht habt Ihr noch ein spezielle Tipps für mich? Ich würde mich freuen, wenn Ihr es mich in den Kommentaren wissen lasst. 😉

Eure Anita

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